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+++Aktuelles zur Bundesliga-Neuaufteilung 2017+++

 

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4. Bericht aus der Freien Presse vom 19.01.2017

Der Streit zur Zukunft der Bundesliga dauert an, obwohl der Deutsche Ringer-Bund die Lösung als Schmusekurs verkauft. Doch diese geht zu Lasten kleinerer Vereine.

Aschaffenburg - Dass der AV Germania Weingarten Mannschaftsmeister im Ringen ist, interessiert allenfalls am Rande. Vielmehr wurde auf die Meldungen für die Bundesligastaffeln gewartet, die der Deutsche Ringer-Bund (DRB) selbst den Landespräsidenten lange vorenthalten hatte. Jetzt betont er, „im engen Schulterschluss mit den Vereinen“ die Einteilung festgelegt zu haben. Darüber schütteln viele Sachsen nur den Kopf, empfinden es als Hohn.

Der Streit, der seit Monaten die Gemüter erhitzt, liegt darin begründet, dass der DRB die Bildung einer Parallelliga verhindern will. Er hat deshalb die Halbfinalisten der Titelkämpfe – Weingarten, Ispringen, Aalen und Nendingen – für die kommende Saison nicht berücksichtigt. Die aktuell besten Clubs wollen die Regularien nicht länger billigen.

Tragischer aus regionaler Sicht ist die Tatsache, dass die kleinen Vereine die Suppe auslöffeln. Dies trifft selbst auf Aue und Pausa zu, die für die aus Erst- und Zweitligisten fusionierte DRB-Bundesliga gemeldet haben. Mehr noch aber auf diejenigen, die dem Druck des DRB widerstanden. Kurios: Der RSK Gelenau als sportlicher Absteiger in die Regionalliga gewinnt nun nachträglich. Denn der DRB sanktioniert jetzt die „Nicht-Bundesliga-Melder“ insofern, „dass sie nur unterhalb der Regionalliga eingeordnet werden können“. Er stuft sie innerhalb des Ligensystems also zurück. Während Thalheim durch seine zweite Mannschaft diesem Debakel entgeht, trifft es den AV Germania Markneukirchen am härtesten. „Dies lassen wir uns nicht gefallen“, sagte gestern AV-Vorsitzender Jens Berndt. „Wir haben eine Supersaison hingelegt, sind in der 2. Bundesliga Zweiter geworden, haben deutsche Jugendmeister entwickelt, unsere Halle modernisiert und 30 neue Mitglieder gewonnen – und nun das. Wir wollten nicht in diese Parallelliga, doch die höchste deutsche Liga war uns eine Nummer zu groß. Und als Dank dafür, dass wir realistisch denken, schickt uns der DRB zwei Klassen runter. Das ist nur noch Diktatur“, wettert der Chef der Vogtländer. Sein Amtskollege vom KFC Leipzig, dessen Klub das gleiche Schicksal ereilt, sieht dies genauso. „Der DRB hat die Aufgabe, das Ringen zu entwickeln, trägt jedoch den Streit auf dem Rücken der Kleinen und zu deren Lasten aus. Die wollten aber die Bundesligafusion gar nicht“, kritisiert Mirko Zebisch. Vor allem sieht er, dass viele Synergien wackeln: „Wir kümmern uns schließlich auch um den Landesstützpunkt Leipzig, damit um Trainer und die Leistungsathleten, die aus sächsischen Vereinen an unsere Eliteschule delegiert werden.“
„Landesverbände demonstrieren Einigkeit“, ist das Ergebnis nun überschrieben worden. DRB-Präsident Manfred Werner betont: „Als Dachverband möchten wir die Attraktivität der Bundesliga als Aushängeschild wieder erhöhen und die wieder erreichen, die sich derzeit selbst organisieren und vermarkten wollen.“ Er bekommt viel zu tun, denn fast die Hälfte der Vereine hat diese Bundesliga abgelehnt.

Bundesligastaffeln kommende Saison:
West: KSV Witten, RC Merken, TV Aachen-Walheim, AC Heusweiler, ASV Hüttigweiler, KSV Köllerbach, KV Riegelsberg.

Süd: ASV Urloffen, RKG Freiburg, SV Triberg, TuS Adelhausen, VfL Neckargartach, SV Alemannia Nackenheim, ASV Mainz.

Ost: RV Lübtheen, Erzgebirge Aue, WKG Pausa/Plauen, TSV Westendorf, Johannis Nürnberg, SV Hallbergmoos, Wacker Burghausen

 

 

 

3. Bericht aus der Freien Presse vom 12.01.2017

Am Samstag steigt in Pforzheim das Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Viel mehr interessiert aber, wie es danach weitergeht. Denn im Verband tobt ein erbitterter Machtkampf.

Thalheim - Die besten deutschen Vereine wollen eine Profiliga, der Deutsche Ringer-Bund (DRB) möchte das verhindern. Üblicherweise gehen die Athleten auf die Matte, geben sich Hand, ringen mit allen Fasern verbissen um den Sieg – und geben sich nach Kampfende wieder die Hand. Auf Funktionärsebene scheint dies derzeit anders. Da fliegen die Fetzen, wird weggeschaut, selten miteinander geredet. Eine Darstellung jagt die nächste. Dabei steht viel auf dem Spiel, denn alle vier Halbfinalisten der laufenden Meisterschaft haben nicht für die nächste Mannschaftssaison gemeldet. Dass es am Samstag zur Bundesligatagung eine Einigung gibt und die Beteiligten friedlich auseinandergehen, ist zu bezweifeln.
Wie das Duell des KSV Ispringen und des SVG Weingarten in der Bertha-Benz-Halle Pforzheim ausgeht, ist für viele mittlerweile zur Nebensache geworden. Stattdessen dominiert der schwelende Streit zwischen dem DRB, der bisher in Eigenregie die Bundesliga leitet, und den Spitzenklubs die Szenerie. Mittendrin standen oder stehen die mitteldeutschen Vereine. Sie sollten nach einem Beschluss des DRB in die künftig fusionierte Klasse der Erst- und Zweitligisten eingeteilt werden, lehnen dies aber überwiegend ab. Nur die Pausaer, deren Vereinschef Ulrich Leithold sich gestern aber inhaltlich nicht äußern wollte, und die Ringer des FC Erzgebirge Aue haben ihre Teilnahme an der DRB-Bundesliga zugesichert, andere Ostvereine nicht. Markneukirchen, Thalheim, Artern, Leipzig, Greiz, Gelenau sind bei ihrem Nein geblieben, obwohl vergangenen Freitag sogar Präsident, Vizepräsident und Sportdirektor des DRB in Werdau für eine Umkehr geworben hatten.
Der Vorsitzende des RV Thalheim, Holger Hähnel, bringt die Sorgen der Vereine wohl am besten auf den Punkt. „Wir wollen nicht zurück in die höchste deutsche Liga, aus der wir uns Anfang 2012 zurückgezogen haben. Die Gründe sind vielschichtig, sie liegen im sportlichen, organisatorischen, finanziellen und strukturellen Bereich“, so der 36-Jährige. „Deshalb möchten wir in der zweithöchsten Klasse kämpfen“, so der Chef des Drittplatzierten der 2. Bundesliga Nord. Die aktuelle Unsicherheit durch die ungeklärten Staffelzuordnungen verstärkt diese Meinung noch.
Der Deutschen Ringer-Liga (DRL), in ihr soll die Profiliga beheimatet sein, wollen die Mitteldeutschen jedoch gar nicht beitreten, doch sehen sie in der Struktur des DRB ebenso keine Zukunft. Denn der reagierte zuletzt nur mit immer schärferen Maßnahmen, Drohungen und Sanktionen. Vereine, die sich der „wilden Liga DRL“ anschließen, will er mit bis zu vier Jahren Sperre auf allen Ebenen und einer Strafe von 25.000 Euro belegen. Bisherige Zweitligisten, die nicht für die DRB-Bundesliga gemeldet haben, sollen behandelt werden, als ob sie sich aus dem Ligabetrieb zurückgezogen hätten. 4000 Euro Strafe und die Rückstufung um drei Etagen wären die Folge. Selbst die Nichtanerkennung einer mitteldeutschen Liga steht im Raum. Genau dies treibt die Vereine auf die Barrikaden, zumal der DRB selbst Ausgleichsversuche des pfälzischen Ex-Ministerpräsidenten Kurt Beck ausschlägt: „Eine Vermittlung kann nur dann gelingen, wenn beide Seiten Gesprächspartner benennen, die legitimiert für ihre Seite sprechen. Dies ist nach Auffassung des DRB bei der DRL nicht der Fall. Der DRB erkennt die DRL – ebenso wie übrigens der Weltverband UWW – nicht an“, steht auf der Verbandsseite. Verhärtete Fronten eben.
Mit Sorge betrachtet das Ganze Jannis Zamanduridis, der aus Chemnitz stammende Sportdirektor des DRB. „Wir brauchen die Vereine innerhalb unserer Förderstruktur. Sie sichern uns den Nachwuchs“, sagt er unumwunden. Aus leistungssportlicher Sicht wird der Verband jedoch nicht nach Bundesligaplätzen, sondern nach Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften abgerechnet. „Dafür erhalten wir das Geld der Steuerzahler, über den Bund und die Länder, durch Bundeswehr-, Zoll- und Polizeidienststellen“, so Zamanduridis. „Unsere Athleten sind keine Vollprofis. Und die Erstligisten tragen am allerwenigsten zu unseren Erfolgen bei internationalen Meisterschaften bei.“ Denn während Ispringen nur wenige Jugendliche betreue und Weingarten seine Nachwuchsmannschaft abgemeldet habe, sei die Talente-Entwicklung in den erzgebirgischen und vogtländischen Vereinen deutlich besser.
Signale, die die Vereine seit Jahren an den DRB senden, hat dieser dennoch zu wenig beachtet. Innerhalb eines Jahrzehnts haben zwei Drittel der Erst- und Zweitligisten aufgegeben. „Seit Juli hat der Verband bei seinen neuen Ideen die Vereine wieder nicht mitgenommen. Erst jetzt, als die Frist verstrichen war, gab es ein Gespräch“, kritisiert Sachsens Ringer-Präsident Joachim Kühn. „Wenn manche absteigen und andere nicht aufsteigen wollen, die Vereine bei wachsendem Erfolg zudem mehr zahlen müssen, ist der Wettbewerbsanreiz dahin.“ Was wird, steht in den Sternen. Die zwei besten Deutschen – Olympiabronzemann Denis Kudla und Weltmeister Frank Stäbler – starten derzeit für Vereine, die die DRL favorisieren. Werden die gesperrt?

 

 

2. Bericht aus der Freien Presse vom 09.01.2017


Die wirre Situation im deutschen Ringkampfsport hält an. Ein Absteiger aber kann das Geschehen ganz in Ruhe beobachten.


Die Unsicherheit bleibt, denn auch eine erneute Beratung der Spitze des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) mit den Vertretern hiesiger Vereine ist weitgehend ergebnislos verlaufen. Am Freitagabend hatten sich Präsident Manfred Werner, Vize Günter Maienschein und Sportdirektor Jannis Zamanduridis nach Werdau aufgemacht, um eine Wende herbeizuführen. Grund: Sieben Vereine aus der ehemaligen 2. Bundesliga Nord haben nicht für die kommende Bundesligasaison gemeldet.

„Nach jetzigem Stand wird es dabei auch bleiben“, sagte Sachsens Liga-Referent Henning Tröger nach dem Treffen. Laut dem Werdauer haben alle Medaillengewinner der Nordstaffel – RSV Greiz, AV Germania Markneukirchen und RV Thalheim – sowie Mansfelder Land, der KFC Leipzig, der AC Artern und der RSK Gelenau nicht gemeldet. „Die meisten dieser Klubs favorisieren eine neue Liga, die zwischen Bundes- und Regionalliga angesiedelt sein sollte“, so Tröger.

Hintergrund des ganzen Dilemmas ist, dass die Anzahl der Bundesligisten seit Jahren schrumpft. Deshalb sah sich der DRB genötigt, für 2017 die Erst- und Zweitliga-Staffeln zu fusionieren. Bis auf Aue und Pausa, die ihr Ja signalisiert haben, sehen andere Klubs eine Teilnahme als unrealistisch an. „Das können wir sportlich, organisatorisch und finanziell nicht leisten. Hinzu kommt die aktuelle Planungsunsicherheit“, so Thalheims Vorsitzender Holger Hähnel.

Andere sehen dies genauso, müssen aber darauf hoffen, dass der DRB einlenkt. Dies braucht der RSK Gelenau nicht. „Als sportlicher Absteiger umgehen wir wenigstens dieses Drama“, so Präsident Jörg Otto.


1. Bericht aus der Freien Presse vom 23.12.2016

 

Bundesliga scheint am Scheideweg



Im Ringen gibt es einen Umbruch, zumindest in den Mannschaftskämpfen. Grund: Viele Vereine haben eine vom Deutschen Ringer-Bund (DRB) gesetzte Frist verstreichen lassen, darunter die sächsischen Vereine aus Thalheim, Markneukirchen, Leipzig und Gelenau, die bislang in der 2. Bundesliga Nord aktiv waren. Sie sehen die vom DRB beschlossene Verschmelzung aller Erst- und Zweitliga-Staffeln als unsinnig an. Nach ersten Informationen – der DRB gab entgegen einer vorherigen Zusage gestern keine Erklärung ab – hatten sich bis zum Stichtag nur 18 Vereine (2006 waren es noch 54) zur DRB-Bundesliga bekannt. Aus dem Osten waren dies Lübtheen, Pausa und Aue. Interessant: Alle Halbfinalisten der aktuellen Deutschen Meisterschaft – also Aalen, Weingarten, Nendingen und Ispringen – haben nicht für die kommende Saison gemeldet.

 

 

 

 

Mannschaft 2016-

 

 

Fotos Trainingscamp 2016

 

Fotos der Vereinswanderung 2016

 

Fotos vom 5. Erzgebirgscup in Gelenau